In meinem Studium der Angewandten Volkswirtschaft in Osnabrück ist im 5. Semester ein Auslandsaufenthalt vorgesehen. Nach langer Recherche in der Datenbank mit den vielen Partneruniversitäten, habe ich mich dazu entschlossen als Erstwunsch Hanoi, Vietnam anzugeben. Mir so richtig vorstellen, was in der Zeit auf mich zukommen würde, konnte ich noch nicht. Trotzdem war mir klar, dass ich viele neue spannende Erfahrungen machen würde und auch vor der einen oder anderen Herausforderung stehen würde, schließlich war ich noch nie länger außerhalb von Europa. Und Vietnam ist immer noch ein Entwicklungsland, in dem nicht immer alles so geordnet ablaufen wird, wie ich es vielleicht aus Deutschland und der Hochschule gewohnt bin.
Nachdem ich die Bestätigung der Partneruni bekommen hatte, konnte ich endlich mit den Vorbereitungen anfangen. Schon Ende April habe ich angefangen mit meiner Ärztin einen ziemlich langen Impfplan auszuarbeiten, das Auswärtige Amt empfiehlt Impfungen wie Japanische Enzephalitis oder Tollwut… Mitte Juni habe ich die Referenznummer für mein Studentenvisum von der Partneruni bekommen und konnte dann bei der Botschaft in Berlin mein Visum beantragen. Sehr merkwürdig für die heutige Zeit ist, dass man erst in der Botschaft anrufen muss, um den Preis zu erfahren und dann Bargeld (!!!) zusammen mit dem Pass dorthin schicken muss. Hat aber trotzdem alles geklappt…
Zusammen mit Chiara (einer Kommilitonin) habe ich einen Flug für Ende Juli gebucht und je näher das Abflugdatum rückte, desto aufgeregter wurde ich. Die letzten Vorbereitungen bestanden daraus eine große Reiseapotheke einzukaufen, unter anderem mit ganz viel Mückenschutz und Sonnencreme. Immerhin geht es für ein halbes Jahr in die Subtropen.
Als nächstes werde ich dann über meine Ankunft, den Kulturschock und meine bisherigen Erfahrungen und Reisen berichten!